Reise zum Ursprung - Intensivwochenende
Die Reise zum Ursprung bedeutet, den Kern unserer tiefsten inneren Muster zu erkennen – jener Prägungen, die immer wieder ähnliche, oft belastende Erfahrungen in unserem Leben hervorrufen.
Diese Reise führt uns zu den frühesten Anfängen unseres Daseins zurück. Neueste Erkenntnisse der Psychologie zeigen, dass Bewusstsein bereits im Mutterleib existiert und Babys ihre Umgebung wahrnehmen und auf alles reagieren, was geschieht. Sie fühlen die Gefühle ihrer Mutter … Dieses Teile ist bereits im alten Text, aus ab da möchte ich ihn genauso beibehalten.
Diese Arbeit geht davon aus, dass Bewusstsein bereits bei der Zeugung vorhanden ist und dass Babys im Mutterleib alles mitbekommen, was geschieht. Sie fühlen die Gefühle ihrer Mutter und nehmen über sie auch wahr, was in ihrer Umgebung „wegen ihnen“ passiert – zum Beispiel, ob die Entdeckung der Schwangerschaft mit Freude, Überraschung, Angst oder Ablehnung einhergeht. Der Stress der Mutter – messbar in ihrem Blut – kann vom Kind als Gift über die Nabelschnur wahrgenommen werden. Es gibt sogar Aufnahmen von Embryos, die mit ihren Händen versuchen, die Nabelschnur abzuklemmen. Das ist nur eines von vielen Beispielen aus der Zeit der Zeugung, Schwangerschaft oder Geburt. Diese frühen Erfahrungen sind im Körperzellgedächtnis gespeichert und wirken unbewusst in unser Leben hinein.
Zum Glück können wir diese Erinnerungen überschreiben und nicht gelebte Gefühle nachnähren.
Im Zentrum der „Reisen zum Ursprung“ steht der sichere Raum – genauso wie in einer idealen Schwangerschaft. Das Baby ist sicher mit der Plazenta verbunden; alle äußeren Probleme gehören den Erwachsenen und nicht dem Kind. Das Baby selbst darf in Liebe, Wertschätzung und in seinem eigenen Tempo wachsen und geboren werden. Dieses Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Willkommensein bildet die Grundlage für Selbstliebe und Beziehung auf Augenhöhe – und kann jederzeit nachgeholt werden, auch eine innere Geburtserfahrung.
Im Ablauf ähnelt die Arbeit einer Aufstellungsarbeit, unterscheidet sich jedoch in ihrer Herangehensweise. Der Prozess entsteht von innen heraus, wie bei einer Geburt – das Baby folgt seiner eigenen inneren Uhr, die nicht von außen gesteuert werden kann. Da diese Arbeit viel Zeit und Raum braucht, können pro Tag nur zwei Reisen stattfinden – also höchstens vier Reisen an einem Wochenende. Alle anderen Teilnehmenden sind dabei und übernehmen Rollen, in die sie meist ganz natürlich „hineinrutschen“. Diese Rollen spiegeln oft eigene Themen wider, sodass auch die Mitreisenden tiefgehende Erfahrungen und Erkenntnisse mitnehmen.
In jedem Seminar gibt es Plätze für Menschen, die als Mitreisende teilnehmen und Rollen für andere übernehmen. Für viele ist das zunächst genau richtig – denn die Prozesse sind sehr tief. Auch als Mitreisende*r kann man viel nachnähren, berühren lassen und innere Erkenntnis gewinnen, selbst wenn es (noch) nicht die eigene Reise ist.
Die prä- und perinatale Körperarbeit ist eine sehr tiefgehende Herangehensweise, die viel Feingefühl von den „Reiseleitern“ erfordert. Sie sollte niemals allein durchgeführt werden – der Prozess braucht immer die Begleitung von zwei Menschen. Der Psychologe und Psychotherapeut Franz Renggli, Begründer dieser Methode, vergleicht sie mit einer Operation am offenen Herzen.
Feedback
Danke für euer Seminar, denn ich habe wesentliche Veränderungen in meinem Leben festgestellt, die ich darauf zurückführe.- Marion
Ich nehme viel selbstverständlicher meinen Raum ein, ich zeige mich, bleibe da und renn nicht weg, so wie ich es bisher gehandhabt hab bei der kleinsten Verunsicherung.
Und ich bemerke, dass ich alles um mich herum klar und deutlich wahrnehme (wie früher auch), mich das aber nicht mehr überflutet und vereinnahmt. Ich beobachte und kann es sein lassen, wie es ist.
Ich tanze sehr gerne, hatte aber damit aufgehört, weil ich immer die ganzen Emotionen der anderen Menschen wahrgenommen habe und mich da gefühlsmäßig gar nicht davon abgrenzen konnte.
Jetzt habe ich es wieder angefangen.
Gegenüber meinem neuen Vorgesetzten kann ich ganz selbstverständlich dastehen und meine Ansicht und Bedürfnisse vertreten.
Ich kann mehr Nähe zulassen und fühle mich verbundener mit den Menschen, mit denen ich zu tun hab.
Insgesamt bin ich nicht mehr so ganz im schwarz und Weiß, sondern kann mich besser auch in den Zwischenräumen bewegen.
Ich fühle mich viel sicherer, authentischer selbstverständlicher, wichtiger, präsenter.
Ich bin selbstbewusster.
Fühle mich klarer, durchlässiger, verbundener, liebevoller, verständnisvoller.
Ich bin kraftvoll und lebendig und ganz da.
Und das fühlt sich auch genau richtig an, ohne dass ich irgendeine Leistung erbringen müsste, um eine Daseinsberechtigung zu bekommen.
Die Reise zum Ursprung in meine Schwangerschaft und Geburt war für mich ein ganz besonderes Erlebnis, das durch den sicheren und schönen Raum, den Sangita und Ingo gestaltet und gehalten haben, ganz tief gegangen war. Die unkomplizierte Arbeit mit verschiedenen Anteilen war in offener und vertrauensvoller Runde sehr leicht möglich. Ich danke meinen Mitreisenden, denn auch in deren Reisen konnte ich Anteile von mir wiedererkennen. Danke für so viel Heilung an nur einem Wochenende.- Evelyn
Ich möchte mich bei allen bedanken für die nährende Erfahrung, Teil des Seminars gewesen sein zu dürfen.- Sylvia
Dir lieber Ingo gilt mein ganz besonderer Dank. Mit deinem feinen Gespür, in deiner in sich ruhenden achtsamen Stille, fähig sich in schwierigen Situationen einer Ichbezogenheit zu entziehen, gabst du mir Halt. Eine Zeit in den Armen ohne Zeit, die heilsam für mich war, weil ich gehalten – einfach sein durfte. Keine Faser, kein Gedanke für das sich Schützen müssen, für das Erspüren und Erfüllen von Erwartungen – es war wahr – ich vertraute dir – ich konnte dir vertrauen, gehalten in deinen Armen. Dies war mein größtes Geschenk.
Das Gefühl gehalten zu werden und zu sein – diese Note, dieser Moment wird für immer ein Teil von mir sein. Die innere Weite und Stille eines Augenblicks schenkt mir die Möglichkeit, mal mehr – mal weniger, mich mit diesem heilsamen Gefühl zu verbinden.
Sangita Birgit Wyslich